Kurzbeschreibung

Lineare Abschreibung bedeutet, dass der Wert eines Vermögensgegenstands jährlich um einen festen Betrag gemindert wird.

Die lineare Abschreibung ist ein oft genutzter Begriff, der in der Welt der Immobilien-Investments immer wieder aufkommt, speziell bei der Budgetierung und Steuerplanung. Aber was genau bedeutet das für Immobilieninvestoren im deutschen Raum? Die lineare Abschreibung, auch bekannt als planmäßige Abschreibung, spielt eine entscheidende Rolle bei der steuerlichen Behandlung von Gebäuden. Lassen Sie uns diesen Begriff einmal gründlich unter die Lupe nehmen.

Wie funktioniert die lineare Abschreibung?

Die lineare Abschreibung ist eine Methode, mit der der Wertverlust einer Immobilie über die Nutzungsdauer gleichmäßig berücksichtigt wird. Einfach gesagt, Sie verteilen die Kosten des Erwerbs oder der Herstellung Ihrer Immobilie über eine festgelegte Dauer. Für Wohnimmobilien sind das in der Regel 50 Jahre. Jedes Jahr können Sie somit einen festen Anteil der Anschaffungskosten steuerlich geltend machen. Klingt doch ganz simpel, oder? Es ist eine gut kalkulierbare, durchweg stabile Methode, die Ihnen Überblick und Planungssicherheit verschafft.

Warum ist die lineare Abschreibung wichtig für Immobilieninvestoren?

Die lineare Abschreibung hilft, den steuerlichen Gewinn zu minimieren, da sie als steuerlicher Aufwand angesehen wird. Dies bedeutet letztlich: weniger Steuern, mehr Cashflow. Für Investoren, die auf langfristige Erträge setzen, bringt diese Abschreibungsmethode Stabilität in die finanzielle Planung. Da der Absetzungsbetrag pro Jahr immer gleich bleibt, lässt sich dies genau in die Renditeberechnung einbeziehen. Es ist eine Art von unsichtbarem Steuerbonus, der jedes Jahr gleichmäßig auf Ihr Investitionsbudget einwirkt.

Gibt es Unterschiede zur degressiven Abschreibung?

Oh, definitiv. Während die lineare Abschreibung gleichmäßige Beträge jährlich abzieht, verfolgt die degressive Abschreibung einen anderen Ansatz. Bei der degressiven Methode werden in den ersten Jahren größere Teile abgeschrieben und diese Beträge verringern sich dann über die Zeit. Seit 2008 ist die degressive Abschreibung in Deutschland allerdings für Immobilien nicht mehr erlaubt. Daher bleibt die lineare Abschreibung Ihr treuer Begleiter in der Immobilienwelt.

Welche Immobilien können linear abgeschrieben werden?

Die lineare Abschreibung bezieht sich vor allem auf Gebäude und Bauwerke. Der Boden, auf dem das Gebäude steht, unterliegt keiner Wertminderung und wird daher nicht abgeschrieben. Ausschlaggebend ist hier die Nutzung. Zum Beispiel, wenn Ihr Gebäude sowohl privat als auch beruflich genutzt wird, wird entsprechend der Nutzungsart abgeschrieben. Ein reines Ferienhaus würde beispielsweise anders bewertet als Ihr eigenes Zuhause. Daher unser Rat: Immer den Unterschied der Nutzungsarten im Auge behalten.

Wie wird die lineare Abschreibung berechnet?

Keine Sorge, Mathe-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten – aber keine Bange, kompliziert ist das nicht. Der Abschreibungsbetrag wird berechnet, indem die Anschaffungs- oder Herstellungskosten Ihrer Immobilie durch die voraussichtliche Nutzungsdauer geteilt werden. Bei den üblicherweise veranschlagten 50 Jahren bedeutet das: Sie können 2% der Kosten jährlich abschreiben. Wenn Sie nun die jährlichen Steuerabschreibungen planen wollen – schnappen Sie sich einen Taschenrechner und los geht’s!

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