Kurzbeschreibung

Altlasten sind umweltgefährdende Rückstände im Boden oder Grundwasser.

Wenn man in Immobilien investieren möchte, gibt es viele Faktoren, die man beachten muss. Unter anderem können Altlasten auf einem Grundstück eine Rolle spielen. Aber was genau sind Altlasten und warum sollten sie bei Immobilien-Investments in Betracht gezogen werden?

Was versteht man unter Altlasten?

Altlasten sind im Wesentlichen rückständige Umweltbelastungen auf einem Grundstück. Dazu zählen sowohl im Boden als auch im Grundwasser vorhandene Schadstoffe. Diese Stoffe resultieren oft aus früherer industrieller oder gewerblicher Nutzung, etwa wenn die Fläche früher von einer Fabrik oder einer Chemieanlage genutzt wurde. Man kann Altlasten als eine Art ungebetenen Gast betrachten – sie bleiben da, auch wenn niemand sie eingeladen hat.

Warum sind Altlasten beim Immobilien-Investment relevant?

Wer das Wort "Altlasten" hört, denkt vielleicht nicht sofort an Immobilien, aber das sollte man definitiv. Diese unerwünschten Überbleibsel können die Nutzung eines Grundstücks erheblich beeinträchtigen oder gar unmöglich machen. Wenn man plant, ein Gebäude zu errichten oder zu renovieren, dann könnten Altlasten den gesamten Plan durcheinanderbringen. Sanierungskosten können hoch sein und den Wert einer vermeintlich attraktiven Immobilie massiv senken. Wer möchte schon Unsummen in eine Immobilie investieren, nur um herauszufinden, dass darunter eine Zeitbombe tickt?

Was ist der Unterschied zwischen Altlasten und Schadstoffen?

Hier wird’s knifflig: Alle Altlasten sind Schadstoffe, aber nicht alle Schadstoffe sind zwangsläufig Altlasten. Schadstoffe sind generell alle Chemikalien oder gefährliche Materialien im Boden oder Wasser. Der Begriff "Altlasten" wird jedoch speziell dann verwendet, wenn diese Schadstoffe aus vergangener Nutzung stammen. Stell dir einfach vor, Schadstoffe sind das Wurzelgemüse der Umweltverschmutzung – sie sind da unten und wirbeln Schmutz auf, wenn sie ausgebuddelt werden.

Wie kann man Altlasten bei einer Immobilie identifizieren?

Nun, ein bisschen Detektivarbeit ist hier gefragt. Es gibt sogenannte Altlastenkataster, eine Art amtliches Register, in dem belastete Grundstücke verzeichnet sind. Beim Verdacht auf Altlasten ist ein professionelles Gutachten unverzichtbar. Solltest du einmal ein Grundstück betreten, auf dem etwa nostalgische Fabrikteile sichtbar sind, dann stehen die Chancen gut, dass hier Altlasten im Spiel sind. Aber zu deutlich sollte man sich auf den Detektivmarkt auch nicht wagen – schließlich gibt es Experten, die wissen, wo und wie man richtig sucht.

Welche rechtlichen Verpflichtungen bestehen bezüglich Altlasten?

Wenn man glaubt, Altlasten einfach ignorieren zu können, irrt man sich gewaltig. Der Grundstückseigentümer ist in den meisten Fällen für die Sanierung verantwortlich. Das bedeutet, dass man als Käufer auch die Verantwortung für Altlasten übernimmt. Auch der frühere Betreiber kann mitunter in die Pflicht genommen werden, aber das ist oft ein langwieriger Prozess und kann zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Wer die rechtlichen Verpflichtungen ignoriert, riskiert nicht nur saftige Geldstrafen, sondern auch eigene Haftung für Umweltschäden.

Was sollte man bei der Altlastensanierung beachten?

Die Sanierung von Altlasten ist ein Kapitel für sich – ein teures, wohlgemerkt. Der Umfang ist abhängig von Art und Menge der Schadstoffe. Manchmal reicht eine einfache Abdeckung, in anderen Fällen ist das Abtragen und Entsorgen des belasteten Bodens notwendig. Wer dabei am falschen Ende spart, zahlt am Ende doppelt. Außerdem sind bei der Entsorgung spezielle Vorschriften einzuhalten, niemand will eine Umweltkatastrophe auf dem Gewissen haben, nur weil man ein bisschen Kleingeld sparen wollte.

Danach wird auch oft gesucht:

Grundstückssanierung, Baugrunduntersuchung, Bodenbelastung, Umweltauflagen, Katasteramt, Immobilienbewertung, Bauvorschriften, Bodengutachten, Renaturierung