Kurzbeschreibung

Eine Mieterhöhung ist die Erhöhung der Miete durch den Vermieter.

Wenn Sie als Vermieter in Deutschland tätig sind, stellt sich irgendwann die Frage der Mieterhöhung. Eine Mieterhöhung kann sowohl für den Vermieter als auch für den Mieter ein wichtiges Thema sein und viele Fragen mit sich bringen.

Warum gibt es Mieterhöhungen?

Mieterhöhungen sind ein heißes Thema. Warum überhaupt Mieten erhöhen? Für Vermieter bedeutet eine Mieterhöhung in der Regel eine Anpassung an gestiegene Kosten oder den allgemeinen Preisanstieg. Tatsächlich kann die Anpassung der Miete auch eine Reaktion auf eine Wertsteigerung der Immobilie sein. Stellt euch vor, ein altes Haus wird durch eine Renovierung zur Perle der Nachbarschaft – das spiegelt sich zwangsläufig auch im Mietpreis wider. So einfach ist das.

Welche Arten von Mieterhöhungen gibt es?

Klar, Mieterhöhungen gibt es nicht nur in einer Geschmacksrichtung. Man unterscheidet in der Regel zwischen der staffelweisen Mieterhöhung, der Indexmiete und der Erhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Staffelmiete legt fest, wann und in welchem Umfang die Miete steigt. Beim Indexmietvertrag orientiert sich die Miete an der Entwicklung des Lebenshaltungskostenindex. Die Erhöhung zur Vergleichsmiete bietet die Freiheit, die Miete an die ortsüblichen Preise anzupassen. Klingt kompliziert? Ist es auch manchmal.

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es für Mieterhöhungen?

Eine Mieterhöhung kann nicht einfach auf einem Bierdeckel beschlossen werden. Dafür gibt es klare gesetzliche Grenzen. Nach deutschem Mietrecht dürfen Mieten innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 Prozent steigen. In angespannten Wohngegenden liegt die Grenze sogar nur bei 15 Prozent. Auch muss der neue Mietpreis natürlich der ortsüblichen Vergleichsmiete entsprechen. Schriftlich und begründet muss die Erhöhung beim Mieter landen, denn ohne Zustimmung läuft da nichts.

Was soll ein Mieter tun, wenn er eine Mieterhöhung erhält?

Dieses Stück Papier im Briefkasten kann die Stimmung vermiesen. Das erste Gebot: Ruhe bewahren. Zuerst die Details prüfen: Stimmt die Begründung? Liegt die Erhöhung im gesetzlichen Rahmen? Der Mieter kann die Erhöhung zurückweisen, wenn zum Beispiel formale Mängel vorliegen. Rechtliche Beratung ist in solch kniffligen Situationen Gold wert. Diskutieren klappt am besten, wenn man gut informiert ist.

Welche Rechte habe ich als Vermieter bei einer Mieterhöhung?

Ein Vermieter muss nicht nur böse Briefe schreiben. Er hat klar definierte Rechte und Pflichten. Wichtig ist, dass die Anhebung der Miete gut begründet ist. Lage, Ausstattung und Vergleichswerte sind hier die Zauberworte. Ohne die Einhaltung des Mietrechts kann es schnell bergab gehen. Eine Mieterhöhung kann beiden Parteien helfen, die Immobilie fair zu bewerten.

Was hat die Modernisierung mit der Mieterhöhung zu tun?

Eine Modernisierung ist nicht automatisch ein Hebel für die Mieterhöhung. Aber, wenn es zu einer wesentlichen Verbesserung der Wohnqualität kommt oder die Immobilie energiesparender wird, sieht es schon anders aus. Zehn Prozent der Modernisierungskosten dürfen anteilig auf die Mieter umgelegt werden. Wird also ein altmodisches Heizsystem in ein hochmodernes Öko-Wunderwerk verwandelt, dann kann sich das im Mietpreis bemerkbar machen.

Danach wird auch oft gesucht:

Mietpreisbremse, Vergleichsmiete, Modernisierungsumlage, Nebenkosten, Mieterschutz, Staffelmietvertrag, Indexmiete, Betriebskostenabrechnung, Mietvertrag, Kündigungsschutz.